Effect history (Part 2): die 60er – Transistor Effekte

Effect PedalNeue Transistor Technik

Erste Fuzz-Pedale wurden in den frühen 60ern entwickelt. Eines der ersten Pedale, das die neue Transistor-Technik nutzte, war das Maestro Fuzz Tone Pedal. Bekannt wurde das Pedal durch den Song “Satisfaction” von den Rolling Stones.

Kurze Zeit später wurde der erste Tone bender und das technisch ähnliche Fuzz Face gebaut gebaut. Verwendet wurden hierfür die damals neuen Germanium-Transistoren. Als Ende der 60er die Silizium-Transistoren günstiger wurden, hat man bevorzugt diese verwendet. Silizium-Transistoren haben mehr Gain und einen harscheren, höhenreicheren Sound.

Tone bender wurden unter anderem von Led Zeppelin und Jeff Beck verwendet. Das Fuzz Face wurde durch Jimi Hendrix legendär. Durch Hendrix wurde auch das Octave Fuzz bekannt. Sein  Techniker (Roger Mayer) hat die Schaltung Ende der 60er entwickelt. Noch heute stellt er das Oktavio und zahlreiche Fuzz Face-Varianten (in den von Hendrix gespielten Versionen) her.

Fulltone TTE vs Strymon El CapistanBandecho

In den frühen 60ern wurde das legendäre Maestro Echoplex EP-1 Röhrenecho gebaut. Led Zepplin haben dieses Gerät im Studio verwendet. Später wurde es als EP-3 in Transistor-Technik neu aufgelegt. Fulltone stellt mit dem TTE und dem SSTE beide Varianten weiterhin her.

Bandechos, sowohl mit Röhrentechnik, als auch mit Transistoren, werden auch heute noch oft als Booster verwendet. Mehr dazu findest du hier.

Das Wah Wah

1966 hat Thomas Organ das erste Wah entwickelt. Es sollte den Sound einer abgedämpften Trompete nachbilden. Das Wah wurde sowohl von Thomas Organ (USA) als auch von Vox (England) produziert. Die Schaltung ist bis heute nahezu unverändert geblieben.

Das Wah erzeugt einen Bandpass-Filter, der mittels des Fußpedals in der Frequenz verschoben werden kann.

Es wurden im Laufe der Zeit unterschiedliche Spulen verwendet, denen unterschiedliche Klangeigenschaften nachgesagt werden. Jede Variante hat wohl ihre eigenen Fans. Es gab folgende Spulen: Halo, Film-can, Stack of Dimes (von Stevie Ray Vaughan verwendet) und natürlich die Fasel-Spulen.

Uni-Vibe

Uni-vibe

1968 wurde das Univox Uni-Vibe entwickelt. Ursprünglich sollte es einen Leslie Rotary Speaker nachzubilden. Der auf einem Phaser basierende Effekt hat jedoch einen ganz eigenen Sound. Zu hören ist er zum Beispiel bei “little wing” von Jimi Hendrix. Bis vor einigen Jahren gab es noch sehr gute Nachbildungen von Fulltone (Mini Deja Vibe) und Sweet Sound. Leider kann die originale Schaltung aufgrund der RoHS-Bestimmungen nicht mehr neu gebaut werden, da die Optokoppler nicht den Richtlinien entsprechen. Neue Varianten des Uni-Vibes sind daher anders aufgebaut und klingen auch anders.

 

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