Midi – Fluch und Segen der Musiker

Tips & tricksMidi dient der Kommunikation zwischen Musikinstrumenten und wurde in den 80ern entwickelt. Leider gibt es bislang keinen Midi Standard und dadurch gelangt man in der Funktion oft an seine Grenzen.

Spannung oder Stromstärke

Das digitale Steuerungssignal wird als 0 oder 1 gesendet.
Über die Midi Kabel wird eine Spannung von 5V gesendet, die über einen Optokoppler gesteuert wird.
Vereinfacht gesagt: Wenn der Strom fließt, wird dies als 0 erkannt.
Liegt kein Strom an, so wird das Signal als eine 1 verarbeitet.

Aber leider arbeiten nicht alle Geräte nach dem gleichen Standard und so gibt es zum Beispiel Effekte, die die Spannung analysieren und andere, die die Stromstärke als Steuerungsgröße nutzen.

Clock Sync

Gerade beim synchronisieren können Missverständnisse zwischen den Geräten entstehen, da alle Systeme über einen Din Stecker verfügen, aber nicht unbedingt nach dem gleichen System arbeiten.

Neben der Midi Clock, welche entweder mit der Stromstärke oder aber der Stromspannung arbeitet gibt es zum Beispiel noch die DIN-Sync oder analoge Clocks, welche nicht miteinander kompatibel sind.

Ein gutes Beispiel ist hierfür die Effektreihe von Chase Bliss Audio.
Damit diese Geräte mit anderen Midi Effekten zusammenarbeiten zu können, benötigt man einen Converter, der die Spannung in Stromstärke umwandelt.

Das EHX Super Pulsar ist ebenfalls Midi Clock kompatibel.
Allerdings kann man es nicht einfach an ein Midi Gerät anschließen, sondern benötigt hierfür auch einen Converter.
Doepfer bietet einen kleinen Midi to Sync Converter, mit dem man den Super Pulsar zuverlässig synchronisieren kann.

Der DigiTech SDRUM und JamMan Sync sind ebenfalls interessante Beispiele, da sie offiziell zwar kein Midi unterstützen, über ihre 3.5mm TRS Buchse jedoch Midi Signale (Start, Stop und Clock) senden und empfangen.
Hier benötigt man also lediglich ein Adapterkabel mit der richtigen Pin- Belegung, um diese Geräte in das Setup zu integrieren.

Midi Ketten

Generell sollte man das Hintereinanderschalten von vielen Midi Geräten vermeiden, da es sonst zu Latenzen, also Zeitverzögerungen der Steuersignale, kommen kann. Besser ist es, einen Midi Splitter zu verwenden und die einzelnen Midi Wege kurz zu halten.
Wenn man trotzdem eine Midi Kette erstellt, wird einem auffallen, dass nicht jedes Gerät mit jedem kompatibel ist.
Obwohl sie einen Midi Ausgang haben, kann es sein, dass sie nicht genügend Strom/Spannung an das nächste Gerät weiterleiten.
Es lohnt sich in diesem Zusammenhang, unterschiedliche Reihenfolgen ausprobieren.
Das Moog MF104M funktioniert in meinem Setup zum Beispiel nur, wenn ich es hinter einem Piano Modul anordne.
Wenn das Midi Setup funktioniert, kann es sehr hilfreich sein.
Auf diese Weise kann man neben dem Clock Sync auch das Schalten der Presets übernehmen.
Wenn mehrere Bandmitglieder oder gar ein Sequenzer verbunden sind, lassen sich so viele Schaltvorgänge vereinfachen.

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