Multi Overdrive Teil 3

Im ersten Teil dieses Artikels habe ich mich Multi-Verzerrer Pedalen im Allgemeinen gewidmet.
Im zweiten Teil habe ich einige, sehr interessante analoge Multi-Verzerrer Pedale im Detail vorgestellt.
Und nun befasse ich mich noch mit digitalen Multi-Pedalen.

Digitale Multi Pedale

Auch im digitalen Sektor gibt es natürlich Multi-Drive Pedale.
Aufgrund der digitalen Algorithmen ist es hier natürlich sehr viel einfacher ein Multi-Pedal anzubieten.

Line6

Schon seit längerem gibt es von Line6 das DM 4, das vom Overdrive bis zum Fuzz sämtliche Sounds abgedeckt.
Mit Hilfe der vier Presets hat man einen schnellen Zugriff auf unterschiedliche Sounds.
Diese können mit Bass-, Mid- und Treble-Reglern sehr gut eingestellt werden.
Das Pedal kam auf den Markt, als Verzerrer generell noch analog waren.
Aber vielleicht wird das DM 4 jetzt wiederendeckt, da zur Zeit digitale Verzerrung (unter anderem durch das AxeFX usw.) scheinbar eine neue Chance bekommt.
Auch der Nachfolger von Line6, der M5, bietet die Sounds des DM 4 und zusätzlich viele Modulationseffekte.

Boss

Wenn es um Innovationen geht, kann Boss natürlich nicht fehlen. Das Boss OD-20 ist ein digitales Multi-Overdrive Pedal, das mit der von Boss entwickelten COSM Technologie arbeitet.
Das Pedal bildet vom Fuzz Face bis zum Tubescreamer sämtliche Klassiker in bewährter Boss Qualität nach.

Strymon

Strymon bietet mit dem Sunset und dem Riverside zwei umfangreiche Drive Pedale, die aktuell mit der Option der Midi Steuerung nachgerüstet wurden.
Klanglich sind alle Effektgeräte von Strymon natürlich extrem gut.
Und mit der Möglichkeit der Midi Steuerung hat man ein kompaktes Pedal, das schier endlose Möglichkeiten bietet.

Das Strymon Sunset bietet zwei Pedale in einem Gehäuse, die sehr schön parallel oder seriell geschaltet werden können.
Die erzeugten Klänge reichen vom Treble Booster bis hin zur simulierten zweiten Gainstage eines Amps. Was will man mehr?

Ein Tipp zum Schluss

Zu beachten ist, dass die digitalen Pedale zwar auch meist mit 9V betrieben werden, allerdings mehr mA benötigen.
Es ist also auf ein entsprechendes Netzteil zu achten.

Wir leben im goldenen Zeitalter der Effektgeräte. Egal ob ein flexibles Doppelpedal, analoge Multi-Drives oder für mutige, digitale Verzerrer mit unendlich vielen Soundmöglichkeiten, ist für jeden etwas dabei.
Klanglich handelt es sich bei allen Lösungen um Top Pedale.
Besser kann man den kostbaren Platz auf seinem Pedalboard nicht nutzen.

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