Nachruf: Jim Dunlop – mehr als das Cry-Baby

Plektren Ein bisschen war er wieder der Arzt der Musik-Szene, denn neben zahlreichen eigenen großartigen Erfindungen, verhalf Jim Dunlop Tot-Gesagten zu neuem Leben. Ohne ihn wären wir heute kaum in der Lage, dem legendären Sound von Jimi Hendrix nachzueifern. Hätte Jim Dunlop in den 1980ern nicht alles auf eine Karte gesetzt, wäre das sagenumwobene Cry-Baby untergegangen. Und auch dem Sound von Led Zeppelin, und den Rolling Stones würden wir mehr schlecht als recht nacheifern. Denn auch MXR würde es ohne den Mann mit den schottischen Wurzeln wahrscheinlich nicht mehr geben. Ich glaube, ich kenne keinen Gitarristen, der nicht irgendwann einmal ein Cry-Baby oder irgendeinen MXR Effekt besessen oder zumindest gespielt hat und gleichzeitig war der Mann hinter der Marke so viel mehr als der Retter dieser Pedale. Er ist nie stehengeblieben und hat die Welt der Gitarristen ständig mit neuen Designs und Entwicklungen begeistert.

Neben unzähligen seiner Pedal-Kreationen haben mich – man mag es glauben oder nicht – auch seine Plektren ganz entscheidend beeinflusst. Ich wäre ohne sie heute sicher nicht der Gitarrist, der ich bin. Es klingt vielleicht abgedroschen und übertrieben, aber es ist tatsächlich so. Die Jim Dunlop Nylon Standard Plektren haben meinen Spielstil entscheidend beeinflusst.

Nach 82 Jahren ging nun ein Mann von uns, der nicht nur mich, sondern die gesamte Musikwelt für alle Zeit verändert haben wird. Doch in jedem noch so kleinen Plektron lebt ein Teil von ihm weiter.

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