Testbericht Donner Yellow Fall

Donner Yellow FallDas Donner Yellow Fall Delay ist ein echtes analog Delay in einem sehr kompakten Gehäuse.
Und in diesem kleinen gelben Gehäuse steckt – das kann ich gleich vorwegnehmen – wirklich explosives Material: ein waschechter vintage analog Delay Sound!

Konstruktion

Das gelbe Aluminium Gehäuse ist sehr kompakt und hat ein gutes Gewicht, so dass es beim An/Ausschalten nicht hin und her rutscht. Die Gummierung an der Unterseite sorgt für weiteren festen Sitz.
Die fest zupackenden Klinkenbuchsen sind versetzt angebracht, da sie sonst nicht in das kleine Gehäuse passen würden. Dadurch lassen sich die Pedale vom gleichen Hersteller sehr platzsparend auf dem Pedalboard platzieren.

Ein 3DPDT Fußschalter hat einen angenehmen Schaltpunkt und macht einen hochwertigen Eindruck. Darüber hinaus ist das Pedal mit einer True Bypass Schaltung ausgestattet.

Drei Regler sind für die Einstellung des Delays zuständig: Der große Regler in der Mitte justiert die Delayzeit und die beiden kleineren regeln den Effektanteil und das Feedback.
Alle drei Potis laufen butterweich und lassen sich gut justieren. Die weißen Markierungen lassen die aktuelle Einstellung gut erkennen und eine helle LED zeigt den Status des Pedals an.

Aufgrund des kompakten Gehäuses ist ein Batteriebetrieb nicht möglich. Die 9V 36mA bezieht das Delay aus einem Netzteil – der Anschluss befindet sich an der Stirnseite.

Das gesamte Pedal wirkt gut verarbeitet und ist sicherlich sehr langlebig. Die Platine im Inneren lässt zwar nicht viele Bauteile sehen, aber sie ist gut verarbeitet und scheint keine SMD sondern Thru Hole Bauteile zu verwenden. Es kann also ggf. sogar repariert oder modifiziert werden.

Das Yellow Fall Delay hat eine maximale Delayzeit von 620mS. Viele andere analoge Delays in diesem Format haben lediglich die klassischen 300ms. Das Yellow Fall kann also mit einer minimalen Delayzeit von 20ms von klassischen Slapbacks bis zu langen Delays viele Varianten abbilden.

Sound

Das Yellow Fall Delay erzeugt klassische analog Delays. Die Repeats werden gerade bei längeren Wiederholungen etwas schmutziger und die Bässe und die Höhen werde gekappt. Dadurch sitzt das Signal schön mittig im Mix und die Bässe werden nicht zu dominant. Es hat also einen richtigen vintage Charakter.

Das Attack der Repeats ist schön perkussiv. Es ist klanglich nicht so hell wie ein Deluxe Memory Man aber auch nicht so dunkel, wie so manches andere Analog Delay.
Aufgrund des mittigen Charakters würde ich es als DM-2 auf Steroiden bezeichnen (da es eine sehr viel längere Delayzeit hat).

Donner Yellow Fall

Mögliche Settings

Mit ganz zugedrehtem Time-Regler, Echo (Mix) auf 1.00 Uhr und F.Back auf 14.00 Uhr hat man einen fast Hall ähnlichen Sound.
Mit dem Time Regler auf 9.00 Uhr erzeugt man ein perfektes Slapback Echo und im Regelbereich bis 12.00 Uhr werden dann längere Delays erzeugt.
Interessanterweise wird die Delayzeit in dem Regelbereich von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr nicht sonderlich stark erhöht. Dies kann man, mit länger eingestelltem Feedback gut dazu nutzen, um den Regler manuell zu regeln. Dadurch kann eine leichte Modulation erzeugt werden, die das Delay ja sonst nicht bietet.
Ein bisschen Rauschen ist im Signal natürlich vorhanden, aber das ist ja auch ein Teil eines analogen Delays.

Am meisten Spaß macht das Yellow Fall Delay, mit dem Feedback Regler auf 3.00 Uhr. So ist das Delay kurz vor dem Oszillieren und schaukelt sich langsam auf, ohne ins Extrem abzugleiten. Schmutzig pochende Klangteppiche sind das Resultat. Diese sind aufgrund der oben genannten Filterung (weniger Bässe, weniger Höhen) immer leicht im Hintergrund und überlagern das gespielte Signal nicht.
Der Mix Regler reicht leider nur bis zu einem 50/50 Mix. Es ist also nicht möglich, nur das Delaysignal zu hören.
Wie es sich für ein analoges Delay gehört, kann auch das Yellow Fall oszillieren. Dabei ist es mit dem Feedback Regler gut kontrollierbar und mit dem Time Regler können dann die gewünschten Pitch Effekte erzeugt werden.

Fazit

Es ist unglaublich, was hier von Donner für 30,99 Euro in einem Pedal angeboten wird.
Dieses Delay braucht sich klanglich nicht vor seinen Boutique Kollegen verstecken.
Sicherlich hat es keine Modulation, Tap Tempo, Midi oder ähnliches, aber es ist ein super kompaktes, echtes Analog Delay mit einem richtig guten Sound, stabilen Komponenten und einer guten Verarbeitung.
Und das zu diesem Preis!
3 Tage auf den Coffee to Go und Zigaretten verzichtet und schon hat man das Geld auch bei kleinstem Budget übrig.

Dieses Delay passt definitiv auf jedes Pedalboard – sowohl was den Platzbedarf angeht, als auch als klangliche Ergänzung oder Soundexperiment für Oszillationen.
Und auch für so manchen Synthesizer dürfte dieses Pedal eine willkommene Option sein.

Ganz ehrlich: Bei dem Preis ist es sowieso ein No-brainer.
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