Testbericht: Empress Echosystem – Teil 1

Empress Echosystem Das Empress Echosystem ist ein umfangreiches Delay (oder eigentlich zwei Delay Engines) in einem kompakten Gehäuse. Es gibt wahrscheinlich keinen Delay-Sound, den dieses Effektpedal nicht erzeugen kann.

Da die klanglichen Möglichkeiten und die Funktionen des Echosystem so umfangreich sind, ist der Testbericht in 3 Teile geteilt.
Im ersten Teil widme ich mich der Konstruktion und der Struktur des Echosystems.
Und im zweiten und dritten Teil werde ich einige der schier endlosen klanglichen Möglichkeiten dieses Pedals vorstellen.

Konstruktion

Das Echosystem kommt in einem schicken, weiß-sparkle lackierten und sehr kompakten Aluminiumgehäuse. Es kann als True Bypass oder gebuffert eingestellt werden. Neben den üblichen Delay-Reglern für Delay Time und Feedback verfügt es über einen Mix und einem Output Regler. Dadurch kann das Signal wunderschön geboostet werden. Der Tone-Regler dient der Feinabstimmung des Delay-Sounds. Thing 1 und Thing 2 haben, je nach Delay Algorithmus unterschiedliche Funktionen. Meist sind dies Speed und Depth der Modulation oder Pitch, Filter oder Saturation Parameter.
Ein weiteres Poti dient der Auswahl der 12 unterschiedlichen Delay-Sounds, die jeweils noch 2-5 unterschiedliche Algorithmen aufweisen.

Schalter

Drei Fußtaster für den Bypass, Tap Tempo und zur Preset Auswahl sind etwas erhöht angebracht, um sorglos auf das Pedal treten zu können. Mit einem kleinen Taster können die Delay Engines einzeln, seriell, parallel oder left/right angeordnet werden. Es können nämlich zwei (unterschiedliche) Delay Engines gleichzeitig gewählt werden und entsprechend geroutet werden.
Je nach Konfiguration können die drei Taster auch zur Anwahl von Presets genutzt werden.
Der kleine Shift Taster dient in Verbindung mit anderen Tastern für eine umfangreiche Konfiguration des Pedals.

Ein- und Ausgänge

An der Stirnseite sind Stereo Ein- und Ausgänge vorhanden, wobei ein Ausgang sogar Transformer isoliert ist, um eventuelle Brummschleifen im Stereobetrieb zu vermeiden. Das ist wirklich clever! Nutzt man das Pedal Mono, so können in den zweiten Ein-/Ausgang weitere Effekte geschaltet werden und als Effektloop genutzt werden.
Der Control Port kann als Expressionpedal- oder Midi Anschluss genutzt werden.
Das Pedal wird mit 9V und mindestens 300 mA betrieben.
Der SD Card Slot wird für eventuelle Updates oder den integrierten Looper benötigt.

Bleib gespannt, denn in den Teilen 2 und 3 dieses Testberichts erfährst du alles über die unglaublichen klanglichen Möglichkeiten, die dir das Empress Echosystem bietet.