Testbericht Empress Echosystem – Teil 2

Empress EchosystemIn diesem zweiten Teil des Testberichts wende ich mich nun einigen Sounds des Empress Echosystem zu.

Sound

Wie schon im ersten Teil des Testberichts geschrieben, verfügt das Echosystem über 12 Delay-Typen mit jeweils mehreren Algorithmen. Ich möchte daher ein paar ausgewählte Sounds beschreiben. Allen Engines ist gemein, dass sie sich unterschiedlich routen lassen und so einzeln, parallel, seriell oder left/right eingestellt werden können. Nutzt man hierfür unterschiedliche Engines mit differierenden Delay Time Ratios, kann man von abgefahrenen Rhythmen bis zu unendlichen Ambient Teppichen alles erstellen, was ein Delay jemals erzeugt hat.

Das Echosystem arbeitet sehr rauscharm und die Regelwege der Potis sind praxisorientiert und logisch. Das Tone Poti hat in der 12 Uhr Stellung seine neutrale Einstellung. Dreht man es weiter auf, so wird der Delay-Sound höhenreicher, weiter zugedreht werden die Repeats dunkler. Die jeweilige Modulation lässt sich sehr gut von dezentem Schweben zu abgefahrenem Eiern justieren.

Digital

Vielen Herstellern fällt es scheinbar schwer einen ehrlichen Digital Delay Algorithmus zu herzustellen. Oft klingt es dünn und leblos oder es wurde, um auf Nummer sicher zu gehen, zu dunkel und lieblich programmiert. Das Digital Delay des Echosystem überzeugt, da es klar und direkt klingt, mit den nötigen Höhen, ohne jedoch dünn zu klingen. Das ist wirklich gelungen!

Tape

Im Tape Mode wurden die wichtigsten Klassiker der Tape Echo Geschichte abgebildet: New Tape (ein
frisch gewartetes Tape Delay mit neuem Tape), Old Tape (ein abgespielteres Modell mit ordentlich wow und flutter), Echoplex und Space Echo.
Die Tape Sounds sind schön perkussiv und klar. Je nach Thing 1 und Thing 2 Einstellung kommt ein überzeugendes Tape Leiern hinzu. Nutzt man zwei Tape Sounds in Serie mit unterschiedlichen Ratio Einstellungen, so kann man außerdem ein Tape Echo mit mehreren Repeat Heads emulieren.

Analog

Die Analogsounds haben einen etwas volleren und dunkleren Klang. Sie können mit dem Thing 1 Regler, der in diesem Fall die Saturation (also die Verzerrung) regelt, schön angedickt werden. In diesem Fall klingt es in der Tat nach einem echten Analog Delay. Der Tone Regler kann in einer Bandbreite vom helleren Analog Delay bis zum dunklen Dub Echo alles abdecken.

Multi

Multi ist einer meiner besonderen Lieblinge – schon seit dem Empress Superdelay. Hier können unterschiedliche Rhythmen eingetappt werden. Also ein Instant Multihead Delay. Es ist unglaublich, wie vielseitig ein Delay mit dieser Option sein kann, da man je nach Betonung ganz unterschiedliche Rhythmen erstellen kann. Das ist wirklich inspirierend und ideal zum Songwriting.

Mod

Im Mod Algorithmus werden unterschiedliche Modulationen angeboten: zeitbasierte mit unterschiedlichen Wellenformen und Lautstärkebasierte, um Tremolos zu erzeugen. Das Panning Delay lässt die Repeats vor und zurück fließen und schafft so eine wunderbare Atmosphäre.

Bleib gespannt, denn im 3 Teil stelle ich noch weitere Soundmöglichkeiten des Echosystems vor.