Pedalboards

PedalboardSobald man als Gitarrist mehr als drei Effektgeräte nutzt, macht es Sinn darüber nachzudenken, wie man sie sinnvoll transportieren und verstauen kann.
Wenn man Pedale bei jeder Probe und bei jedem Auftritt neu verkabeln muss, ist dies zeitaufwändig und durch die ständige Bewegung von Kabeln und Buchsen kann es schneller zu deren Überbelastung und so letztlich zu einem Defekt kommen.
Doch welches Pedalboard soll man wählen?

Größe

Für die Anschaffung eines Pedalboards ist eine sorgfältige Planung notwendig, da es verschiedene Formen und Größen gibt.
Einige Boards liegen flach auf dem Boden, andere sind keilförmig.
Für die Einschätzung der notwenigen Größe des Boards sollte man alle Pedale, die man nutzen möchte, vor sich anordnen.
Oft verschätzt man sich, wie viel Platz die Anschlusskabel und Netzteile zusätzlich noch in Anspruch nehmen.
Also sollte auch alles einmal verkabelt werden.
Wenn du hin und wieder unter GAS (Gear Acquisition Syndrome) leidest und eventuell auch noch die NAMM vor der Tür steht, kann es darüber hinaus durchaus hilfreich sein, zukünftige Anschaffungen schon mit einzuplanen und entsprechende „Platzhalter“ für künftige Pedale einzufügen.

Material

Viele Gitarristen starten mit einem einfachen MDF-Brett als Pedalboard.
Dagegen ist auch nichts einzuwenden und man kann schon mal für spätere Boards einschätzen, ob einem die Größe und die Form zusagt.
Allerdings ist ein Board aus Holz auch sehr schwer.
Einige Hersteller bieten Boards aus Aluminium an, die sehr viel robuster und leichter sind.
Ein Board mit Metalloberfläche kann übrigens sehr gut aussehen, kann aber auch zu ungewollten Masseverbindungen der Pedale und dadurch zu Brummproblemen führen.

Kabel durch das Board führen?

Bei Boards, die aus Aluminium-Streben bestehen, sehe ich oft, dass die Kabel durch das Board geführt werden und mit Kabelbindern befestigt werden.
Ich persönlich bin kein Fan von dieser Verkabelung, da man im Ernstfall (und der tritt meist bei einem Open Air mitten im Set auf) die Kabel nicht schnell genug entfernen und neu verkabeln kann. Genauso schwierig wird es, wenn die Pedale auf dem Board festgeschraubt wurden.

Mit Case oder Tasche?

Möchte man das Pedalboard transportieren ist es sinnvoll eine passende Tasche oder ein Case mit einzuplanen, um das Board und die Effekte zu schützen.
Viele Anbieter bieten hier gleich passende Lösungen an. Aber auch Casebauer können diese individuell anfertigen.

Platz für ein Netzteil

Wie oben beschrieben, sollte auf jeden Fall ein Platz für ein gutes Netzteil mit eingeplant werden. Dieses kann auch unter dem Board, oder direkt unter den Effekten montiert werden.
Auf diese Weise nimmt es wenig Platz weg und dient gegebenenfalls noch als Pedalerhöhung, so dass man die Effekte in der zweiten Reihe gut erreichen zu können.

Patchbay

Es gibt auch Adapter Module von RockBoard oder von Boutique Herstellern, die das schnelle Verkabeln des Boards mit dem Amp, der Gitarre und zum Beispiel Expression Pedalen ermöglichen. Diese Module beinhalten alle wichtigen Ein- und Ausgänge.
Bei einem komplexen Board (mit Midi und externem Effekt Loop) kann dies durchaus sinnvoll sein.

DIY

Auch wenn es viele Anbieter von Pedalboards gibt, kann es dem kreativen Gitarristen auch Spaß machen, sein eigenes Pedalboard zu bauen.
Vor einiger Zeit konnte man sogar bei IKEA Regalelemente (Gorm) kaufen, die ideal als Board geeignet waren.
Aber auch hochwertige und optisch ansprechende Boards mit Kunstlederbezug und Griffen, wie man sie bei Boutique Herstellern findet, lassen sich auch gut selbst bauen.
Der Vorteil ist, dass man sie exakt seinen Vorstellungen anpassen kann und sie letztlich deutlich besser aussehen als ihr kleiner Bruder von IKEA.

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